Nachruf

„Gute Menschen gleichen Sternen, sie leuchten noch lange nach ihrem Erlöschen

Lieber Conni, mit tiefer Bestürzung und fassungslos haben wir von deinem schrecklichen Tod erfahren. Es ist für uns unerklärlich, warum gerade du aus dem Leben gerissen wurdest. 

Schon früh in deiner Schulzeit am GADSA zeigte sich, dass du ein gutes Herz hattest. Viele Freunde waren um dich. Deine ehrliche und offene Art, deine Präsenz und dein freundliches, quirliges und lustiges Wesen sorgten dafür, dass dich viele Menschen kannten und positiv wahrnehmen durften. Dich reizte der Wettbewerb, möglichst schnelle und gute Lösungen für Probleme zu finden. Das Lösen von kombinatorischen Problemen zeigten deine tollen Fähigkeiten im Schach: Auch wenn du nicht viel geübt hast, fiel es dir leicht, gut in dem zu sein, was du gemacht hast. Hierbei kamen dir deine mathematische Begabung und deine eloquente Art zugute.

Es ist erst zwei Jahre her, dass wir dir feierlich dein Abiturzeugnis überreichen durften. Wir haben dich als einen jungen, glücklichen und immer gut gelaunten Menschen erlebt. Deine Zukunft startete mit Träumen, aber auch mit ein wenig Verträumtheit und mit Plänen, aber auch mit ein wenig „verpeilt sein“. Zur ersten Stunde warst du öfter mal zu spät und um keine Ausrede verlegen. Bei nicht gemachten Hausaufgaben hast du es trotzdem geschafft, irgendetwas zu sagen. Auch wenn man dir angemerkt hat, dass nicht alles davon im Text gestanden hat, konnte man dir nicht wirklich böse sein. 

Du warst hilfsbereit, eigenständig und hattest manchmal deinen eigenen Dickkopf, bewahrtest dir dabei aber immer deine Durchsetzungsfähigkeit. Du warst jahrelang Sternsinger, hast mit deiner Trompete nicht nur im Schulorchester, sondern auch auf diversen St.-Martins-Umzügen gespielt, hast als Schiedsrichter im Fußball für Fair Play gesorgt und nach dem Abitur dein FSJ an der Mira-Lobe-Schule (Förderschule für Geistige Entwicklung) gemacht. Dabei hast du gemerkt, dass dir diese Kinder und Jugendlichen wichtig sind und deshalb im Wintersemester 25/26 mit dem Sonderpädagogik-Studium begonnen. Bei all dem warst du einfach du, und genau das fehlt uns jetzt. Dein plötzlicher Tod lässt uns sprachlos zurück.

Wir verlieren mit dir nicht nur einen ehemaligen Schüler, sondern einen äußerst wertvollen Teil unserer Schulgemeinschaft und noch viel wichtiger, einen Menschen, den wir als humorvoll, pfiffig und engagiert in Erinnerung behalten werden.

Unser tiefes Mitgefühl gilt deiner Familie, deinen Freunden und allen, die dir nahestehen. Wir teilen ihren Schmerz und werden dich in unserem Herzen bewahren.

Lieber Conni, wir sind uns sicher, dass auch dein Stern in unseren Erinnerungen niemals erlöschen wird.

Für alle Mitglieder unserer Schulgemeinde steht unser Beratungsteam (Frau Rump, Frau Schemmel und Herr Pagel sowie Herr Wulff und Frau Salm als Schulsozialarbeiter) für Gespräche zur Verfügung.

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Nachruf von Mitschülerinnen und Mitschülern

„Kommt später zu mir, ich hab sturmfrei.“ Diesen Satz durften wir fast jedes Wochenende von Conni hören. Darauf folgten meist die lustigsten Abende.

Conni war nicht nur ein Sonnenschein, er war DER Sonnenschein. Jedes Mal, wenn man ihm begegnete, brachte er alle zum Lachen, auch wenn dies häufig mit einer ziemlich provokativen Art und Weise einherging. Dabei strahlte er eine Lebensfreude aus, wie man sie nur bei wenigen Menschen zu spüren bekommt. Sowohl seine engsten Freunde als auch  Menschen, die ihn kaum kannten, konnten diese Eigenschaft nicht übersehen.

Conni war der bewundernswerteste Mensch, dem man je hätte begegnen können. Trotz seines  schweren Schicksals war er immer positiv gestimmt, hat den Kopf nie hängen lassen und seine Probleme besser bewältigt als die meisten anderen da draußen. Dazu kam seine grenzenlose Ehrlichkeit, der er immer treu blieb. Egal was, egal wer und egal  wann: Conni hat nie ein Blatt vor den Mund genommen und seine Meinung immer frei geäußert.

Genauso überzeugt, wie wir von ihm sind, war er auch von sich selbst. Sein Selbstbewusstsein wird uns fehlen.

Wir vermissen dich, Cönnchen. Du wirst für immer in unseren Herzen weiterleben. Eins ist sicher: Vergessen werden wir dich nie! 

Wir lieben dich! 

Nele, David, Moritz, Erik und Felix

Musikalischer Glanz in voller Aula

Von festlichem Brahms über virtuose Tetris-Klänge bis hin zu einem „wiederbelebten“ Weihnachtsmann – unser diesjähriges Konzert lockte mehr Besucher an als je zuvor. 

Im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums an der Schweizer Allee konnte man die Vorfreude förmlich spüren: Es war die Vorfreude auf einen Abend voller Dynamik, der den Bogen schlug von wichtigen schulischen Ereignissen des vergangenen Jahres zum Endspurt auf Weihnachten.

Ein Neubau und eine Brücke nach Tallinn

Moderator Stefan Reichertz begrüßte besonders die zukünftigen GADSA-Schülerinnen und Schüler. Bevor die besinnliche Zeit eingeläutet wurde, blickte das Ensemble auf ein ereignisreiches Jahr zurück: Passend zur feierlichen Einweihung des Neubaus im Oktober eröffnete das Schulorchester den Abend mit der „Akademischen Festouvertüre“ von Johannes Brahms.

Ein emotionaler Höhepunkt der Völkerverständigung war die Begrüßung der Gäste unserer Partnerschule aus Tallinn mit dem estnischen Lied „Mu Isamaa on minu arm“. Kurz darauf zeigten der Chor und die Tanz-Formation ihr Können: Mit Titeln wie „Just give me a reason“ und „1000 miles“ brachten sie frischen Wind in die Aula.

Von Tetris-Steinen und geschwisterlichem Teamgeist

Das Schulorchester bewies unter der Leitung von Stefan Reichertz großen Unterhaltungswert: Bevor das berühmte „Tetris Theme“ klang gewaltig und zum Ende Hin in halsbrecherischen Tempo gekonnt erklang, türmten sich stilecht Tetrissteine auf der Bühne auf.

Die Band-AG kehrte nach einer kurzen schöpferischen Pause in gewachsener Besetzung zurück. Ein besonderes Highlight war dabei die „familiäre Vertretung“ am Schlagzeug: Da Schlagzeuger Eliah ausfiel, sprang sein großer Bruder ein. Eliah steuerte das Geschehen jedoch auf ganz eigene Weise, indem er seinen Bruder mit feinfühligen Handzeichen subtil durch Songs wie „Chasing Cars“ oder „All the things she said“ dirigierte.

Inbrunst, Wiegenlieder und eine „Wiederbelebung“

Den Übergang zum festlichen Teil des Abends markierte das Schulorchester mit einem ganz besonderen Highlight: „Buckets full of Christmas joy“ fungierte als explosives Schlagzeugfeature. Mit mitreißenden Sambaklängen wirbelte das Ensemble die Atmosphäre auf und gab den Startschuss für den weihnachtlichen Abschnitt des Konzerts. Daraufhin verzauberte die Tanz und Chor AG das Publikum mit einer berührenden Interpretation von Sias „Snowman“. Direkt im Anschluss begeisterte die Klasse 5B unter der Leitung von Jonas Gansau mit ihrem selbst verfassten Musikschauspiel „Der Wunschzettel“. Die Inbrunst, mit der die Kinder ihre Wünsche besangen, war so ansteckend, dass der Weihnachtsmann sie sicher noch auf dem Rückweg erhört hat.

Ein feierlicher Moment war dem 80. Geburtstag von John Rutter gewidmet. Das Orchester spielte sein „Christmas Lullaby“ mit hervorragender Verstärkung durch die Lehrkräfte Jonas Gansau, Kathrin Middendorf und Jasmin Grzyb-Budeus als Gesangssolisten. Nachdem Jonte (6B) mit einer Lesung des Weihnachtsmärchen „Der Handschuh“ die Aufmerksamkeit der Zuhörerinnen und Zuhörer bannte, wurde es turbulent: Die Solisten probierten sich so „gefährlich“ gut an der Blockflöte aus, dass sie den Weihnachtsmann fast umbrachten – nur durch die Hilfe zahlreicher Kolleginnen und Kollegen und einem schwungvollen „Let it Snow“ konnte er ins Leben zurückgeholt werden.

Ein strahlendes Finale

Zum Abschluss vereinten sich alle Akteure zum großen Finale. Mit „Santa Claus is coming to town“ und dem traditionellen gemeinsamen Gesang von „Alle Jahre wieder“ wurde ein sichtlich bewegtes Publikum in die Feiertage entlassen.

Die Musikerinnen und Musiker des GADSA wünschen allen ein gutes „Prosit Neujahr“ und freuen sich schon jetzt darauf, die Schulgemeinschaft beim Sommerkonzert wiederzusehen!

Feierlicher Adventsbasar

Wer noch auf der Suche nach weihnachtlicher Deko oder Geschenken für das nahende Fest war, der wurde fündig: Kekse, Marmelade, Weihnachtssterne, Papierengel, Schlüsselanhänger, Kerzen, kleine Tannenbäume und vieles mehr fand man vergangene Woche auf dem Adventsbasar am Gymnasium an der Schweizer Allee.

Wie jedes Jahr bastelten unsere fünften und sechsten Klassen und verkauften fleißig zu Gunsten des afghanischen Krankenhauses Chak-e-Wardak im Rahmen des Spendenprojekts von Karla Schefter (Homepage). Zum ersten Mal konnte der Basar auch im Forum des Neubaus stattfinden. Viele stolze Kinder, Eltern, Lehrkräfte und Angehörige sorgten für eine beeindruckende Spendensumme von mehr als 6500€.

Vielen Dank an alle, die gebastelt, geholfen oder gespendet haben und vielen Dank an Frau Becker und Herrn Fried für die Organisation!

Spendenkonto:

Afghanistan-Komitee C.P.H.A. e.V.

IBAN: DE70440501990181000090

BIC: DORTDE33 (Sparkasse Dortmund)

Verwendungszweck: Spendenaktion Adventsbasar GADSA 2025

Unsere „Neun Jahre“ gehen auf Reisen – Holzskulptur wird restauriert

Rückblick: Dortmund-Aplerbeck, 12. November 2025 – Ein Stück unserer Schulgeschichte hat heute vorübergehend unseren Schulhof verlassen: Die monumentale Holzskulptur „Neun Jahre“ von Bernd Moenikes wurde vom Künstler persönlich abgeholt und zu Restaurationszwecken abtransportiert.

Ein Abschied auf Zeit (?!)

Nach über 25 Jahren auf unserem Schulgelände hat die beeindruckende, 3,90 Meter hohe Skulptur eine professionelle Aufarbeitung verdient. Die Witterungseinflüsse der vergangenen Jahre haben deutlich ihre Spuren am (und nach neusten Informationen auch leider im) Holz hinterlassen. Um dieses Kunstwerk für kommende Generationen von Schülerinnen und Schülern zu erhalten zu können, ist nun eine fachgerechte Restauration notwendig. Wir drücken die Daumen!

Eine Skulptur mit besonderer Geschichte

Die Skulptur „Neun Jahre“ ist nicht irgendein Kunstwerk: sie ist schon fast ein untrennbarer Teil unserer Schulidentität. Unzählige Male liefen Mitglieder der Schulfamilie an ihr vorbei. Bereits 1999 entstand sie aus einer besonderen Kooperation zwischen dem Dortmunder Bildhauer Bernd Moenikes und einem damaligen Kunstkurs unserer Schule. Damals fertigten die Lernenden Selbstportraits an, die dem Künstler als Inspiration für die Gesichtszüge der neun aus einem einzigen großen Baumstamm geschnitzten Figuren dienten.

Die neun Kinder und Jugendlichen, die sich zum Himmel erheben und in verschiedenen Aktivitäten, lesend, spielend, oder auch träumend dargestellt sind, symbolisieren die neun gymnasialen Schuljahre bis zum Abitur. Jede Figur repräsentiert hierbei eine Phase des Wachsens, Lernens und Älterwerdens. Ein Prozess, den Generationen unserer Schülerinnen und Schüler täglich am GADSA durchleben.

Besonders bemerkenswert: Bernd Moenikes verewigte darin auch seine eigenen Kinder, Ehemalige des GADSAs! Seine Tochter Anna blickt als jüngste Figur selbstbewusst nach vorne, sein Sohn Max hebt als vierter von oben die Hand nachdenklich an den Kopf.

Wir freuen uns und hoffen auf die Rückkehr.

In den kommenden Wochen wird die Skulptur in der Werkstatt des Künstlers behutsam restauriert. Wir hoffen, „Neun Jahre“ bald wieder auf unserem Schulhof begrüßen zu dürfen – restauriert und bereit für weitere Jahrzehnte. Der Schulhof wird ohne die vertraute Silhouette der Skulptur ungewohnt wirken, doch diese Abwesenheit macht uns erst bewusst, wie sehr dieses Kunstwerk Teil unseres Schulalltags geworden ist.

Wir werden Sie über die Fortschritte der Restauration und die Rückkehr unserer Skulptur auf dem Laufenden halten.

Auf unseren Social Media Kanälen gibt es hierzu auch ein Video für noch mehr Einblicke.

Bücher to Go – auch während der Renovierung!

Unser Ausleihservice läuft weiter: Jeden Mittwoch in der 2. Pause

Liebe Lernende, liebe Eltern, liebe Erziehungsberechtigte,

auch wenn unsere große Bücherei derzeit aufgrund von Renovierungsarbeiten geschlossen bleibt, müssen unsere Lesebegeisterten nicht auf spannende Lektüre verzichten!

Bücher ausleihen – so einfach geht’s:

Jeden Mittwoch in der 2. Pause haben alle Lesefans die Möglichkeit, sich mit ihrem Schülerausweis Bücher auszuleihen. Unsere „Bücherei to Go“ bietet eine vielfältige Auswahl für jeden Geschmack!

Das Bücherei-Team freut sich auf euch!

Michaela Görlich, Stephanie Stiebler und das Bücherei-Team stehen euch jeden Mittwoch mit Rat und Tat zur Seite und helfen gerne bei der Auswahl des passenden Lesestoffs.

Also: Schülerausweis nicht vergessen und mittwochs in der 2. Pause vorbeischauen – wir freuen uns auf zahlreiche Bücherfreunde!

Wann: Jeden Mittwoch, 2. Pause
Wo: Bücherei (Ausleihbereich)
Was brauche ich: Schülerausweis

Happy Reading!

Nachruf

Am Gymnasium an der Schweizer Allee verbindet sich dieser Name vor allem mit der erfolgreichen Arbeit der MINT-AG.

Dank seines unermüdlichen Einsatzes, seiner Kompetenz und seiner wissenschaftlichen Kreativität war seine AG einzigartig und beeindruckte immer wieder mit neuen, interessanten Forschungsprojekten.

Jedes Jahr sorgte er für aktuelle Jugend forscht-Plakate im NW-Flur. Talentförderung war sein Credo und mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen, die er oft selbst akquiriert hatte, entwickelte er immer wieder interessante Zukunftsthemen. Finanzielle und organisatorische Alltagsschwierigkeiten der AG-Arbeit schreckten ihn nicht ab.

Helmut Hartel war unser Erfinder – alljährlich erarbeitete und begleitete er vielbeachtete Präsentationen seiner MINT-AG in der DASA.

Er vermittelte den Teilnehmern und Teilnehmerinnen wichtige Netzwerke und legte Grundsteine für deren berufliche Zukunft. Dank Helmut Hartel hat unsere Schule zahlreiche Auszeichnungen erhalten: unvergessen der Jugend forscht-Preis und der Empfang bei der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Davon und vom gemeinsamen Erleben und Arbeiten mit Helmut Hartel erinnern sich im Folgenden drei seiner Preisträger.

Zuvor jedoch lassen Sie uns nicht nur den Fachlehrer, sondern auch den Menschen und Kollegen würdigen:

  • der seinem Beruf ganz uneigennützig so viel seiner Lebenszeit schenkte
  • dem das Wohl der Schülerinnen und Schüler und seiner Mitmenschen immer am Herzen lag
  • der junge Menschen motivierte und deren Talente förderte
  • der um die zentrale Bedeutung der Naturwissenschaften für eine gute Zukunft wusste und sich dafür einsetzte

Die gesamte Schulgemeinde des Gymnasiums an der Schweizer Allee bedankt sich bei Helmut Hartel und verneigt sich vor seiner Leistung.

Kennengelernt haben wir Helmut als Herrn Hartel, Physik- und Mathematiklehrer mit besonderer Leidenschaft für alles, was funkt, blinkt und misst. Auch uns steckte seine begeisternde Art immer wieder an, Neues auszuprobieren und zu entdecken. 

Ab der 7. Klasse besuchten wir daher seine MINT-AG:

Mittwoch Nachmittag, 13:45 Uhr, die 3. Pause ist zu Ende und die MINT-AG startet. Helmut parkt direkt vor dem Haupteingang der Schule, das Auto vollgepackt mit Koffern voller Technikkram, und wie von selbst stehen drei Schülerinnen und Schüler bereit, diese in den Physikraum zu transportieren. Schon auf dem Weg in den Raum werden neue Ideen diskutiert, an denen heute gearbeitet wird.

Im Raum angekommen wird Helmut von weiteren aufgeweckten Kindern belagert, die alle über ihre Projekte oder andere naturwissenschaftliche Themen sprechen wollen. Der Lärmpegel steigt, den Helmut aber gekonnt wegsteckt.

Manche Projekte waren regelrechte Dauerbrenner. Am Vortag war Helmut noch im Lehrerzimmer, um (zum Verdruss des übrigen Kollegiums) einen CO2-Sensor zu installieren, der zum Lüften animieren soll.

15:30 Uhr zwar noch nichts wirklich geschafft, aber auf geht’s zur kreativen Pause. Ausgestattet mit Keksen wird der Physikraum zum Diskussionspodium für das aktuelle Geschehen der Wissenschaft, Technik, und allem, was Helmut sonst so interessiert hat.

Die achte Stunde ist längst vorbei, die meisten Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte machen sich auf den Weg nach Hause. Nicht so die MINT-AG. Niemand hatte mehr Begabung dafür als Helmut, Schüler zu motivieren, bis spät in den Abend in der Schule zu bleiben. Und das freiwillig!

Dass wir dort oft alles andere als konzentriert arbeiteten, war selten ein ernsthaftes Problem. Auch weil Helmut wohl nie vergessen hat, was es bedeutet, jung und Schülerin oder Schüler zu sein. Wurde es dadurch vor Wettbewerben mal ein bisschen enger, verlagerten wir uns in Helmuts Werkstatt, einen Ort, der wie kein anderer seine Leidenschaft für Wissenschaft und Technik verkörpert hat. Jedes Mal gab es dort etwas Neues zu entdecken.

19:00 Uhr, die Tür öffnet sich, und die Hausmeisterin kommt zu Besuch. Jede Woche aufs Neue überrascht über die Schließzeiten der Schule, endet hier die MINT-AG, mit Vorfreude auf den nächsten Mittwochnachmittag.

Das war ein typischer Mittwochnachmittag mit Helmut, wenn es denn so etwas wie einen typischen Mittwochnachmittag gab. Kein MINT-AG-Tag war wie der andere und unterschied sich durch die vollständig freie Arbeit an naturwissenschaftlichen und kreativen Projekten von allen anderen AGs an der Schule. Helmut, der mit Frau Weigelt das Herzstück der MINT-AG darstellte, trug massiv zu dieser Atmosphäre in der AG bei. Durch ihn wurde die MINT-AG eine kreative Naturwissenschafts-Werkstatt für alle. 

Selbst lange nach der Schulzeit brach der Kontakt mit Helmut nicht ab. Mit ihm über die neuesten Projekte, Entwicklungen und Technik zu reden, war immer einen Besuch wert. Helmut war für viele eine große Inspiration und prägte ihr wissenschaftliches Weltbild, deren Feuer für kreative Projektarbeiten, sowie Naturwissenschaften.

Wir hätten uns gewünscht, dass Helmut seine Begeisterung noch an viele weitere Generationen von Schülerinnen und Schülern hätte weitergeben können. 

Wir trauern nicht nur um einen Lehrer, sondern auch um einen Mentor und letzten Endes Freund, der uns und die MINT-AG für immer geprägt hat. Die MINT-AG wird ohne Helmut nicht dasselbe sein.

In unserem Handeln lebt viel von dem, was Helmut uns damals beigebracht hat, weiter. Er war ein humorvoller, unglaublich kluger Mensch, dessen unendliche Begeisterung auf viele von uns übergegangen ist. Wir sind dankbar für die gemeinsame Zeit.

Brückenbau im Unterricht: Ein spannendes Projekt

In diesem Schuljahr haben wir wieder unser beliebtes Brückenbau-Projekt durchgeführt, bei dem unsere Schülerinnen und Schüler ihre Kreativität und ihr technisches Verständnis unter Beweis stellen konnten. Das Hauptziel dieses Projekts war es, den Schülerinnen und Schülern grundlegende Konzepte der Statik und der Ingenieurwissenschaften näherzubringen. Durch das praktische Arbeiten sollten sie lernen, wie verschiedene Materialien zusammenwirken und welche Faktoren bei der Konstruktion von Brücken eine Rolle spielen.

Die Aufgabe: Stabile Brücken aus einfachen Materialien konstruieren. Zur Verfügung standen lediglich Holzstäbchen als Hauptstruktur, Gummis für die Verbindungen und Garn zur zusätzlichen Verstärkung. Diese Beschränkung forderte die Lernenden heraus, kreative Lösungen zu entwickeln und ihre Konstruktionen sorgfältig zu planen.

Vom Entwurf zur fertigen Brücke

Das Projekt durchlief mehrere Phasen: Zunächst entwarfen die Schülerinnen und Schüler in Gruppen Skizzen und entwickelten Strategien für maximale Stabilität. In der anschließenden Bauphase konnten sie verschiedene Techniken ausprobieren und ihre Ideen praktisch umsetzen. Den Höhepunkt bildete die Testphase, in der sich zeigte, welche Brücken das vorgegebene Gewicht tragen konnten. Ein spannender Moment, der die Bedeutung von Statik und durchdachter Konstruktion eindrucksvoll verdeutlichte.

Die Ergebnisse des Projekts waren beeindruckend: Viele Gruppen konstruierten Brücken, die nicht nur stabil, sondern auch ästhetisch ansprechend waren. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler weit mehr als nur physikalische Prinzipien. Sie erkannten, dass Ingenieurwesen Kreativität ebenso erfordert wie mathematisches Verständnis.

Das Brückenbau-Projekt war ein voller Erfolg und hat den Schülerinnen und Schülern nicht nur technische Kenntnisse vermittelt, sondern vor allem Freude am praktischen Lernen bereitet.

Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft spannende Projekte zu realisieren, die das Interesse an Naturwissenschaften und Technik wecken.Durch das Testen ihrer Brücken lernten die Schüler, aus Fehlern zu lernen und ihre Konstruktionen zu verbessern. Außerdem förderte die Zusammenarbeit in Gruppen den Austausch von Ideen und das gemeinsame Lösen von Problemen.

Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten für ihr Engagement und ihre Kreativität!

Die Fotos stammen aus der Projektbegleitung durch und von Herrn Fischer