Am 21. März machte sich der Geschichtszusatzkurs von Frau Stiebler gemeinsam mit Frau Gerdtz im Rahmen des Tages des Friedens auf den Weg, um Stolpersteine an verschiedenen Standorten in Aplerbeck zu säubern.
Mit Bürsten, Tüchern und Zitronensäure wurden die Tafeln von Schmutz befreit und wieder zum Glänzen gebracht – so, dass ihre Inschriften wieder gut sichtbar sind. Die Stolpersteine erinnern an Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Sie liegen meistens vor den letzten Wohnorten der Opfer, wobei oft ganze Familien aus einem Haus gerissen und an verschiedene Orte deportiert wurden – und doch verbindet sie am Ende dasselbe Schicksal.
Während der Aktion kam der Kurs auch mit Anwohnern ins Gespräch. Ein Mann berichtete, dass einer der Stolpersteine vor dem von dem Verstorbenen selbst erbauten Haus liegt. Er habe sich sogar dafür eingesetzt, dass einer der vier Stolpersteine an genau dieser Stelle verlegt wurde. Darüber hinaus erzählte er, dass eine der betroffenen Personen heute auf dem Jüdischen Friedhof in Aplerbeck begraben liegt.
Die Pflege der Stolpersteine ist ein Zeichen des Respekts gegenüber den Opfern und ihrer Geschichte und deshalb ein wichtiger Teil der Erinnerungskultur. Für uns als Kurs war die Aktion ein bedeutender Schritt, um das Bewusstsein für Geschichte lebendig zu halten – gerade auch im Alltag, wo die Stolpersteine uns täglich an das erinnern, was niemals vergessen werden darf.
