Der Kunstkurs der Q1 zeigt derzeit eine beeindruckende Werkreihe. Die Schülerinnen und Schüler haben sich intensiv mit gesellschaftlichen und politischen Katastrophen sowie deren oft problematischer Aufarbeitung auseinandergesetzt.
Im Zentrum der Arbeiten steht nicht nur das historische Ereignis selbst, sondern vor allem der gesellschaftliche Umgang damit: Mechanismen der Vertuschung, der Verdrängung und des bewussten Verschweigens. Die Bandbreite der Motive ist dabei global gefächert, beispielsweise:
- Der Missbrauch der kanadischen Urbevölkerung durch kirchliche Institutionen.
- Die Folgen und die Geheimhaltung rund um die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl.
- Genozide und die Massaker während der Apartheid in Südafrika.
Als methodisches Vorbild diente das Werk des südafrikanischen Künstlers William Kentridge. Inspiriert von seiner Technik nutzten die Lernenden Kohle, um durch Wischen, Schichten und starke Hell-Dunkel-Kontraste die Vielschichtigkeit von Erinnerung und Vergessen visuell erfahrbar zu machen.
Die Ausstellung lädt dazu ein, im Vorbeigehen innezuhalten und sich mit diesen oft verdrängten Kapiteln der Geschichte auseinanderzusetzen. Interessierte finden die Werke ab sofort im 3. OG.




